Hochdosismesssysteme

Zur Messung der Dosis bzw. der Ortsdosisleistung in Bereichen sehr hoher
radioaktiver Strahlung verfügt die KHG über verschiedene Hochdosismesssysteme.
Sie werden vorwiegend zusammen mit ferngesteuerten Fahrzeugen eingesetzt.

Hochdosissonden

Zur Messung von sehr hohen Ortsdosisleistungen werden Ionisationskammern
mit verschiedenen Volumina eingesetzt.
Sie werden über ein bis zu 100m langes Kabel an die Auswerteeinheit angeschlossen.
Der Messbereich beträgt 0,1 Gy/h bis 10 kGy/h

ESR-Dosimetrie

Hohe Dosen können mit Alanindosimetern und entsprechendem Auswertesystem ermittelt werden.
Das Messprinzip beruht darauf, dass die durch radioaktive Strahlung im Alanindosimeter
erzeugten ungepaarten Elektronen ein magnetisches Moment besitzen, dessen Energie bei spezifischen
Resonanzfrequenzen in einem magnetischen Wechselfeld gemessen werden kann
(Elektronen-Spin-Resonanz-Dosimetrie). Die Dosimeter bestehen aus zu Tabletten gepresstem Alanin.
Der e-scan kann Dosen kleiner 1 Gy messen und ist für den Messbereich zwischen 10 Gy and 200 kGy kalibriert.

BeO Dosimetrie

BeO-Dosimeter haben einen Messbereich von 5 µGy bis 100 Gy. Das Dosismessverfahren basiert sich auf
optisch stimulierten Luminiszenz (OSL). Ein Teil der absorbierten Strahlungsenergie wird im BeO-Detektor gespeichert.
Zur Auswertung werden die Detektoren dann mit blauem Licht stimuliert.
Dabei kommt es zur Aussendung von Luminiszenzlicht, dessen Stärke proportional zur exponierten Dosis ist.
Das Dosismessverfahren ist damit für die Personen-, Umgebung- und Manipulatorfahrzeugüberwachung geeignet.

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